Die richtige Wanderausrüstung, das A & O beim Wandern

Die Kopfbedeckung

Wer beim Wandern ausschließlich an Ausrüstung für seine Füße denkt, wird seinen Fehler spätestens bei brennender Sonne oder strömendem Regen bemerken. Der Kopf wandert mit – und auch dieser will auf Wanderungen „gut behütet“ sein.

Der passende Kopfschutz für den Wanderer zeigt sich dabei recht vielgestaltig. Vom „Trenker-Hut“ aus Filz, wie ihn schon der namensgebende Bergsteiger trug, bis hin zum leichten Safari-Hut hält der Handel verschiedenste Modelle bereit. Praktisch beim Hut: Er eignet sich bei Sonne und Regen gleichermaßen, da er auch den Oberkopf bedeckt. Seine breite Krempe schirmt die Augen gleichzeitig gegen Regenwasser und Sonnenstrahlen ab. Kleiner Nachteil allerdings: An wirklich heißen Tagen schwitzt es sich unter einem Hut besonders schnell. Eine leichte Alternative zum Hut sind daher Basecaps.

Auch Basecaps beschirmen Oberkopf und Augen. Ihr textiles Material ist allerdings deutlich luftiger. Als echter Regenschutz eignen sie sich somit nicht. Wer sich vor unvorhergesehenen Regengüssen schützen möchte, der ist mit einer Kapuze nebst dazugehörigem Regencape optimal bedient. Ein Cape lässt sich recht platzsparend falten und immer mitführen. Zudem wird nicht nur der Kopf, sondern der ganze Oberkörper geschützt. Ebenso praktisch ist ein faltbares Stofftuch. Das Stofftuch kann an heißen Tagen über den Kopf gespannt, oder als Stirnband getragen werden – und an kühlen Tagen schützt es auch den Hals.

Passende Kleidung fürs Wandern

Wandern ist kein „Spaziergang“. Lange Touren bei jedem Wetter müssen gut geplant werden, denn einmal unterwegs, muss der Wanderer mit dem auskommen, was er an Ausrüstung dabei hat. Dies gilt ganz speziell auch für die Kleidung. Flexibilität und Funktionalität sind hier gefordert! Jogginghosen oder Jeans jedoch sind dafür nicht geeignet.

Als textiles Unterteil für den Wanderer hält der Fachhandel daher spezielle Wanderhosen bereit. Hochwertige Wanderhosen sind universell. Sie schützen nicht nur vor Nässe, Kälte und Wind, sie überzeugen auch durch anschmiegsamen Griff und einen hohen Tragekomfort. Doch damit nicht genug, denn die moderne Wanderhose kann noch mehr. Moderne Nylonhosen oder Softshellhosen „dampfen ab“ – sie ermöglichen also eine gute Wärmeregulierung des Körpers, denn Schweiß kann optimal verdunsten. Und – einmal vom Regen durchnässt – ist die Profi-Wanderhose aufgrund ihres Materials im Nu wieder trocken. Für noch mehr Tragekomfort der festen Wanderhose sorgen vorgeformte Kniepartie und gut durchdachte Taschen. Pfiffige Sommermodelle verfügen zudem über Hosenbeine, die sich bei großer Hitze einfach „abzippen“ lassen und das lange Beinkleid so in Wandershorts verwandeln.

Zur cleveren Hose gehört auch funktionelle Oberbekleidung – und die sollte bei allen Outdoor-Aktivitäten nach dem Lagen-Prinzip aufgebaut sein. T-Shirts, die vollgeschwitzt, nass und kalt am Körper kleben, gehören der Vergangenheit an. Moderne Outdoor-Shirts nehmen Schweiß sehr gut auf und leiten ihn vom Köper weg. Oberbekleidung für den Outdoorbereich ist aus modernen und atmungsaktiven Fasergemischen hergestellt, sodass der Körper auch unter Belastung optimal belüftet wird. Funktionsunterhemd, Shirt, Fleecepulli, Outdoorhemd und eine Jacke mit abnehmbarer Kapuze – so sind die Lagen variabler Wanderbekleidung gestaltet. Bei kühlen Temperaturen sorgen die Luftschichten für Wärme, bei Hitze können einzelne Lagen einfach ausgezogen werden. Ein Regencape oder eine Wetterjacke komplettieren den Wanderdress. Bündchen, Kragenweite und Taille sollten dabei individuell verstellbar sein, so bleiben Wind und Nässe draußen, die Wärme aber innen. Und auch an heißen Tagen sollte ein textiler Kopfschutz nicht vergessen werden.

Das Wichtigste, das richtige Schuhwerk

Wenn es um die richtigen Schuhe beim Wandern geht, ist zu überlegen, dass diese eine riesige Verantwortung tragen. Denn gerade die gesunden Füße sind eine wichtige Voraussetzung dafür, den geliebten Wandersport ohne Beschwerden betreiben zu können. Am besten eignen sich flache feste Schnürschuhe mit einer starken Profilsohle, die bei jeder Bodenbeschaffenheit und bei jedem Wetter eine gute Griffigkeit garantieren. Die Schuhe sollten bis über den Knöchel reichen, um einen perfekten Halt zu gewährleisten und ein Umknicken zu verhindern. Die Größe bei Wanderschuhen sollte eine Nummer größer als für die gewöhnlichen Straßenschuhe ausfallen. Denn die Füße schwellen auf den Wanderungen im Laufe der Zeit an, und außerdem können darin dicke Socken bequem getragen werden. Die extrem lange Haltbarkeit des gesamten Schuhs spielt eine wesentliche Rolle.

Weiche Polsterungen an bestimmten Stellen im Innenbereich der Schuhe sorgen für blasenfreies Gehen und für einen angenehmen Tragekomfort. Die haltbare Schnürung ist ebenso wichtig. Ein wasserabweisendes Leder oder Nubuk Leder kommt als sehr gutes Material optimal in Frage. Eine gute Hightech Sohle sorgt für trockene Füße und lässt schwitzende Füße genauso wenig zu wie das Eindringen von Nässe. Trotzdem sollte der gesamte Schuh eine wunderbar wärmende Eigenschaft besitzen. Ein gutes Abrollen und eine stoßdämpfende Funktion garantieren selbst auf langen Strecken und bei anstrengenden Bergwanderungen für ein optimales Wohlfühlen. Ein gutes Schuhwerk ist das A und O beim unbeschwerten Wandern, wobei auch berücksichtigt werden muss, dass die Wahl des perfekten Wanderschuhs ebenfalls Auswirkungen auf mögliche Spätfolgen beeinflussen kann. So kann zum Beispiel verhindert werden, dass später einmal Rückschäden oder Gelenkbeschwerden durch falsches Schuhwerk verursacht werden.

Welcher Rucksack sich am besten eignet

Egal ob gemütliche Flachlandwanderung oder anspruchsvolle Bergtour – jeder Ausflug in die Natur ist eine logistische Herausforderung. Proviant, Trinkflasche und Fotoausrüstung – oft sogar Schlafsack, Kochgerät und Zelt – alles muss trocken, sicher und gut transportierbar verstaut werden. Bester Freund und Helfer eines Wanderers in Transportfragen ist daher zweifelsohne der Rucksack.

Beim Rucksack zählt vor allem der Anspruch des Wanderers an sich selbst. Denn wo die sonntägliche Wanderung im näheren Umland noch mit einem simplen Stoff- oder Lederrucksack auskommt, wird für „professionellere“ Touren schon anspruchsvolleres Gerät benötigt. Tourenrucksäcke, Trekkingrucksäcke, Radrucksack oder Tagesrucksack – stets sollte sich der Wanderer vorher überlegen, welche Touren er tatsächlich plant.

Oberste Priorität bei Rucksäcken für den Sport- und Freizeitbereich hat die Ergonomie, denn trotz stramm beladener „Kraxe“ soll die Bewegung im Gelände noch Spaß machen. Hier zählt vor allem die Kombination von Transportvolumen, Tragekomfort und Eigengewicht. Die Fülle der mitzuführenden Ausrüstung wiegt gewöhnlich schon genug. Gut, wenn der unbeladene Rucksack hier möglichst wenig zusätzliches Gewicht auf die Waage bringt. Die Hersteller tragen dem Wunsch nach möglichst leichten Outdoor-Rucksäcken Rechnung und statten ihre Produkte mit allerlei technischen Raffinessen aus. Anatomisch geformte Rückenschalen aus dünnem Kunststoff und ultraleichter Polsterungsschaum beispielsweise sorgen nicht nur für reduziertes Gewicht, sie erhöhen auch den Tragekomfort.

Grundsätzlich werden Rucksäcke nach ihrem Volumen unterschieden. Rucksäcke mit 25 bis 35 Litern Volumen gehören zur Kompaktklasse unter den Rucksäcken und eignen sich hervorragend für Wochenendtouren oder Tageswanderungen. Trekkingrucksäcke ab 40 Litern Volumen sind bereits etwas schwieriger zu „stemmen“, denn bei ihnen geht das Fassungsvermögen bereits leicht zulasten der Bewegungsfreiheit. Hier ist darauf zu achten, dass das Innen- beziehungsweise Außengestell aus leichtem Aluminium oder Kohlefaser gefertigt ist. Zusätzliche Hüftgurte sorgen dafür, dass das Gewicht nicht allein auf dem Rücken ruht. Auch unterscheidet man bei „professionellen“ Outdoor-Rucksäcken die sogenannten Toploader, die von oben befüllt werden, und Modelle mit „Front-Access“ – die von der Vorderseite Zugriff bieten.

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